Geschichte der Gemeinde

Die katholische Kirchengemeinde in Eckernförde, den Aposteln Petrus und Paulus geweiht, umfasst die Stadt Eckernförde und 30 Gemeinden im Umkreis. Der Durchmesser des Gemeindebezirkes beträgt ca. 50 km. Die 3000 Gemeindemitglieder werden von dem Pfarrer, der Gemeindesekretärin und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern betreut.


Das Pfarrhaus mit der Hauskapelle 1918
Seit der Reformation gab es im Raum Eckernförde wie in ganz Schleswig-Holstein kaum katholische Christen. Um 1850, bedingt durch die politische Entwicklung oder durch Arbeitsmöglichkeiten (z.B. Saisonarbeiter auf den Gütern, Bau des Nord-Ostsee-Kanals) kamen die ersten Katholiken in unsere Region. Sie waren zunächst kirchlich nach Kiel orientiert, bis Schleswig 1869 einen selbständigen Seelsorger bekam, der dann auch den Raum Eckernförde betreute.
Der Gottesdienst wurde zunächst in Privathäusern gefeiert. Von 1913 bis 1918 konnte der Saal des "Schützenhofes" angemietet werden. Im Januar 1918 wurde das Haus Windebyer Weg 14 erworben, in dem 2 Zimmer zu einer Kapelle eingerichtet wurden.

Am 1. 12. 1921 erhielt die Pfarrgemeinde mit damals etwa 300 Mitgliedern den ersten eigenen, ortsansässigen Pfarrer. Dies war die Geburtsstunde der jetzigen Gemeinde.


Die Kapelle 1922


Die Barackennotkirche Weihnachten 1953
Durch die enorme Flüchtlingsbewegung nach 1945 stieg die Zahl der Gemeindemitglieder auf 8000. Dankenswerterweise stellten die evangelischen Pastoren in Eckernförde und den umliegenden Gemeinden ihre Gotteshäuser dem katholischen Amtsbruder zur Verfügung, um die vielen Gläubigen seelsorglich zu betreuen. 1948 konnte hinter dem Pfarrhaus eine ehemalige Wehrmachts-Baracke als Gottesdienstraum eingeweiht werden.
Im Frühjahr 1956 wurde dann mit dem Bau der großen Kirche (Architekt Lippsmeier, Düsseldorf) begonnen.


Die neue Kirche 1956


Der Chorraum der Kirche nach der Liturgiereform 1971
Die große Liturgiereform 1971 machte eine Umgestaltung des Chorraumes notwendig.
An Stelle des alten Hauptaltares steht nun eine Stele = eine kleine Säule für den Tabernakel. Der neue Altar steht als Opfertisch in der Mitte des Chorraumes. Links im Chor steht das Taufbecken und rechts der Ambo für den Wortgottesdienst. Tabernakelstele, Altar, Taufbecken und Ambo sind aus grauem Marmor, mit Emaillearbeiten und "Bergkristallen" (Dallglas = 2 cm dickes, gegossenes Glas mit einem Mosaikhammer
geschlagen) verziert, dazu passend das Hängekreuz und die Messingleuchter. Diese Einrichtungsgegenstände sowie die Buntbleiverglasung der Fenster und des Lichtbandes im Chorraum wurden von dem Künstler Franz Griesenbrock aus Vaals/Holland entworfen.
Ein 1983 neben der Kirche gebautes Gemeindehaus (400 m²) bietet Raum für das gesamte Spektrum der kirchlichen Arbeit von den Kinder- und Jugendgruppen über die Erwachsenenbildung bis zur Seniorenbetreuung.


Das Gemeindehaus, 1983 erbaut
Die ausführliche Chronik "St. Peter und Paul Eckernförde, 1921 - 1996" (193 Seiten, Preis: 5 ) ist zu beziehen über das Katholische Pfarramt St. Peter und Paul, Eckernförde, Windebyer Weg 14, Tel. 04351 - 2771.


Das Gemeindezentrum aus höherer Sicht (Aufn.: v. G. Gantenhammer)

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